Aktuelles

25. - 27.05.2018 Thonkunst fährt zum 3. Inklusiven Soundfestival nach Wien

 

Gibt es Grenzen, wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam Musik machen?

Fünf Musikgruppen wollten das austesten und trafen sich zum 3. Inklusiven Soundfestival in Wien. Das Thema des diesjährigen Festivals war dabei „Community-Musik“. Von Chorälen, barocken und klassischen Werken bis hin zu sogenannter „Volxmusik“ war alles vertreten.  Auch die Ensembles konnten unterschiedlicher nicht sein. So gab es einen Musikschulchor mit kleiner Instrumentalbegleitung, eine steirische Volksmusikgruppe, einen Trompetenchor und eine inklusive Band der ansässigen Musikhochschule Wien. Und eine deutsche Gruppe war vertreten: Wir, Thonkunst aus Leipzig.

Nach intensiver Vorbereitung und Planung ging es am 25.05.2018 endlich auf Richtung Wien. Etwas erschöpft aber hochmotiviert, kamen wir nach 8 ½-stündiger, ziemlich staubelasteter Fahrt in Wien an und legten sogar noch eine abendliche Probe im Hotelzimmer hin.

Am Sonnabendvormittag hatten wir etwas Zeit und schlenderten durch Wiens zauberhafte Innenstadt. Einige von uns, so auch unsere beiden Rollstuhlfahrerinnen, nutzten den Fiaker, die typische Wiener Pferdekutsche, um sich vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten durch die Wiener Gassen kutschieren zu lassen.

Ab der Mittagszeit trafen sich alle Ensembles in der Hochschule für Musik und darstellende Kunst zum kurzen Soundcheck und dann ging es auch schon los: 4 Stunden nonstop Musik ganz unterschiedlicher Art, lediglich durch kurze Umbaupausen unterbrochen. Man könnte auch sagen, ein Potpourri der guten Laune. Denn das war es wirklich. Es war spannend, den anderen Gruppen beim Musizieren zuzuschauen, die Lebensfreude steirischer Volksmusik zu erleben, mit den Kindern beim Einhalten der schwierigen Rhythmen jüdischer Lieder mitzufiebern und der Band beim spannenden Wechselspiel zwischen Trompete, Cello und Geige zu lauschen. Und zwischendrin wir, Thonkunst, mit unserem a-capella-Gesang. Bis auf ein Cajon und ein Tamburin hatten wir nur unsere Stimmen als Instrumente dabei. Was für einen Eindruck werden wir beim Publikum hinterlassen, während im Saal noch die Klänge von Trompeten, E-Gitarren und Trommeln nachhallen? Werden wir das Publikum genauso mitreißen können, wie die anderen Gruppen?

Wir begannen unser Programm mit eher ruhigen Klängen. Der Funke zum Publikum sprang sofort über. Das haben wir gemerkt und es hat uns sehr motiviert. Besonders beeindruckend war die Leistung unserer zwei Solisten Anne Schott und Sebastian Fischer, die die Herzen des Publikums zum Schmelzen brachten. Auch die modernen Arrangements am Ende unseres Programms hinterließen freudige Gesichter bei den Zuhörern. Beim Applaudieren gab es sogar Standing Ovations und wir durften als einzige Gruppe eine Zugabe geben.

Leider ging es am Sonntag schon wieder zurück nach Hause. Nach reibungsloser 7-stündiger Fahrt kamen wir am späten Nachmittag voller Eindrücke wieder in Leipzig an. An dieser Stelle sei ein großer Dank an unsere beiden Fahrer des Fahrdienstes Schmidt gesagt, die uns sicher nach Wien und wieder zurückbrachten. Ebenso geht ein großer Dank an unsere Kollegin Sabine Holtel, die uns durch ihre Unterstützung bei der Pflege der Werkstattmitarbeiter immer den Rücken freihielt.

Gibt es ein Fazit unserer Reise? Ja. Die Antwort ist ganz einfach. Es gibt keine Grenzen, wenn man Musik machen will. Musik trägt und kann Barrieren überwinden. Sie kann Zuhörer mitnehmen, mitreißen und begeistern. Und was fast noch wichtiger ist: Das gemeinsame Musizieren hinterlässt seine Spuren bei den Musikern, auch und vor allem bei Menschen mit Beeinträchtigungen. Es ist eine Freude, mit Ihnen zu singen und nach dem Konzert in ihre erfüllten Gesichter zu blicken. Und auf der Rückreise im Bus zu hören, wie schön das Wochenende war, trotz aller Anstrengungen. Und auch in der nächsten Probe im vertrauten Werkstattalltag der Diakonie am Thonberg wird noch vom tollen Auftritt geschwärmt und zaubert ein Lächeln hervor.
 

Dafür lohnt es sich!
 

Sebastian Korth

05.05.2018 "Einfach zusammen Kultur erleben" - Thonkunst zu Gast in Naumburg

Foto: Peter Reinbothe

"Inklusion von Anfang an" so lautete das Motto des diesjährigen Protesttages zu Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
Der Aktionstag wurde 1992 von den Interessenvertretungen Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) ins Leben gerufen und findet jährlich am 5. Mai statt. Die Stadt Naumburg eröffnete am 05.05.2018 deshalb auch ihren Aktionsmonat, mit dem sie die - Teilhabe aller Menschen am kulturellen Leben, Erholung, Freizeit und Sport förden möchte. Thonkunst trat bei der Auftaktveranstaltung auf dem malerischen Markt von Naumburg auf.  

03.05.2018 Erstes Leipziger Integrationshotel eröffnet

 

 

Das Berufsbildungswerk Leipzig eröffnete am 03.05.2018 das erste Integrationshotel Leipzigs zum Übernachten, Tagen oder Feiern. Thonkunst sorgte für die musikalische Untermalung.
 

Sogenannte Integrationsbetriebe beschäftigen zu mindestens 40 % Mitarbeiter mit Behinderung und schaffen dadurch Arbeitsplätze. „Diese Besonderheit ist uns am wichtigsten“, so Hauptgeschäftsführer Tobias Schmidt.

Denn Besonderheiten gibt es viele. Zum Beispiel, dass das Hotel barrierefrei für Gäste mit Behinderung ist. Zwei der insgesamt 29 Doppelzimmerzimmer sind rollstuhlgerecht, es gibt Lichtsignalanlagen und Hörschleifen für Menschen mit Hörschädigung, Orientierungshilfen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung und bodengleiche Duschen. Moderne Ausstattung fügt sich in alte denkmalgeschützte Mauern.

Das mit der angrenzenden Philippuskirche baulich verbundene Integrationshotel liegt nahe der lebendigen Karl-Heine-Straße mit Kneipen, Kunst und Kultur und doch ruhig direkt am Karl-Heine-Kanal umringt von Grün. Der ehemalige Gemeindesaal, der Philippusgarten sowie ein zusätzlicher Seminarraum bieten Möglichkeiten für Tagungen und Feiern. In der immer noch gewidmeten Philippuskirche finden Hochzeiten und Taufen ebenso statt wie regelmäßige christliche, kulturelle und sozialräumliche Angebote.

15 Mitarbeiter der BBW-Tochter Philippus Leipzig gGmbH kümmern sich um den Hotelbetrieb als Hotel garni, die Bewirtung bei Veranstaltungen im Hotel, Catering außer Haus und eine nahegelegenen Cafeteria.

2012 hat das Berufsbildungswerk das Gebäudeensemble der Philippuskirche von der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen übernommen und 4,5 Millionen Euro inkl. der Förderung von Aktion Mensch in den Umbau investiert. In knapp zwei Jahren Bauzeit ist das Integrationshotel im ehemaligen Pfarrhaus entstanden. Dabei haben auch Fachbereiche des Berufsbildungswerkes, Abteilungen der Werkstatt für behinderte Menschen „Diakonie am Thonberg“ und zwei BBW-Jugendberufshilfeangebote Aufträge am Bau übernommen.

 „In Philippus ist neues Leben ohne Barrieren eingekehrt“, so Schmidt. „Mit unserem Integrationshotel ebenso wie mit den Angeboten in der Philippuskirche.“ Beherbergung, Bewirtung und Botschaft – mit diesem Konzept will das Berufsbildungswerk mehr Inklusion ins Quartier und in die Leipziger Hotel- und Tagungslandschaft bringen.

www.philippus-leipzig.de

12.02.2018 Diversity 2.0

 

 

Das inklusive Vokalensemble Thonkunst der Diakonie am Thonberg begeisterte am Montag beim Auftritt auf der interdisziplinären Fachtagung „Diversität (ent)Grenzen?!“ der UNIVERSITÄT LEIPZIG. Hier warben die Sängerinnen und Sänger auch nochmal für ihre neue CD "Soul Picknick". Ein schöner Auftritt im tollen Ambiente des alten Senatssaals in der Ritterstraße.

25.01.2018 Neujahrsempfan der BBW-Leipzig-Gruppe

 

 

Zum 13. Mal verlieh die BBW-Leipzig-Gruppe auf ihrem Neujahrsempfang den Integrationspreis „Brückenschlag“. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Falk Johne, Geschäftsführer von Saxonia-Catering. Das Unternehmen schloss im letzten Jahr eine Kooperation mit dem Bereich Speisenversorgung der Diakonischen Unternehmensdienste, dem ersten Integrationsbetrieb der BBW-Leipzig-Gruppe. Thonkunst trat im Rahmenprogramm vor rund 250 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung auf.

27.10.2017 Jubiläumsveranstaltung 20 Jahre Ponte Kö e.V.

 

 

Am 27.10.2017 feierte der Verein „Ponte Kö e. V.“ in Weißenfels sein 20-jähriges Bestehen. Der Verein widmet sich der konduktiven Förderung von Kindern nach Andras Petö, einem ungarischen Arzt. Das Vokalensemble Thonkunst leitete nach den Eröffnungsreden mit einem lockeren Programm zur Einweihung des „Gartens der Sinne“ über. Gassenhauer wie „Shosholoza“, Goodnight Sweetheart“ und„Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ animierten das Publikum zum Mitsummen und Mitklatschen und stimmten auf den weiteren Teil der Feier ein.

12.10.2017 Musikalische Eröffnung der Podiumsdiskussion des Hochschulinklusionstages

Daniela Schuppener (SPORTAKUS - Projekt Sport und Medien)

"Interaktiv. Inklusiv. - Barrierefrei Sport treiben." Unter diesem Motto fand am 12.10.2017 ein Sporttag an der Sportfakultät der Uni Leipzig in der Jahnallee statt. Am Abend luden die Veranstalter zu einer Podiumsdiskussion, die von Thonkunst musikalisch eröffnet wurde.

01.09.2017 - Auftritt beim Jubiläums-Straßenfest der Diakonie am Thonberg

 

Am 1. September feierte die „Diakonie am Thonberg“ – kurz DaT – ihr 20-jähriges Jubiläum. „DaT ist prima“ stand auf den Plakaten, mit denen die Werkstatt für behinderte Menschen zu einem großen und bunten Straßenfest einlud. Auch Thonkunst traten auf der großen Open-Air-Bühne beim Straßenfest auf.
 

Bilder: Peter Reinbothe

05/2017 - Thonkunst arbeitet an einer neuen CD

 

Anfang April war Thonkunst auf Chorfahrt in Kohren-Sahlis. Lieder für eine neue CD wurden aufgenommen.

Die mittelalterliche Pfeilerbasilika St. Gangolf diente dafür als Tonstudio. Bis zum Erscheinen der neuen Scheibe ist aber noch viel zu tun. Neben dem Mixing und Mastering der Tonaufnahmen wird momentan mit Hochdruck an der Gestaltung der CD, einer neuen Website und einer Kurzdokumentation über das inklusive Vocalensemble gearbeitet.

 

Thonkunst beim Gewandhaussingen am 27.11.2016

 

Am letzten Sonntag fand im Gewandhaus Leipzig das traditionelle Gewandhaussingen statt.

Auch Thonkunst wurde eingeladen und begeisterte die zahlreichen Gäste im Foyer mit einem erlesenen Programm.

Anschließend sang Thonkunst 3 Lieder gemeinsam mit allen anderen Chören im großen Saal des Gewandhauses

Das inklusive Vocalensemble der Diakonie am Thonberg steht unter der Leitung von Jana Hellem.

„Leise rieselt der Schnee“ ist neu im Programm von Thonkunst. Am Rande der Veranstaltung sendet die Gruppe einen kleinen Videogruß und stimmt damit ein, auf einen besinnlichen 2. Advent.

 

„incoronata“ – Aufführung bei Philippus

 

Unter der Leitung von Daniel Beilschmidt, Universitätsorganist, traten am 12.09. Capella St. Pauli und Thonkunst gemeinsam auf.

Das für „incoronata“ zusammengestellte Programm war auch für die erfahrenen Sängerinnen und Sänger eine große Herausforderung.

Aber Thonkunst stand ihnen in nichts nach! Beide Gruppen verschmolzen an diesem Abend zu einer Einheit und begeisterten

ein großes Publikum.

 

Philippus erlebte schon eine Reihe besonderer Konzerte. Insbesondere die „Konzerte am Kanal“ sammeln zunehmend ein Stammpublikum. Applaus gehört auch hier zu den Anstandsregeln eines jeden Publikums. Doch ein am Ende stehendes Publikum, das die Sänger immer wieder aus der Garderobe applaudiert, gehört zu den besonderen Momenten. Dabei war die Musik für viele ungewohnt, noch mehr die szenische Interpretation. Die Sänger traten in Alltags- und Berufskleidung auf, arbeiteten, schrieben, spannten Fäden und leuchteten mit Taschenlampen in den abgedunkelten Raum und sangen, dass einem das Herz aufgeht.

 

Die Qualität des Dargebotenen dominierte so stark, dass kein Wort von Inklusion fiel. Die Integration unserer DAT-Thonkunst wurde von Musik und nicht von Worten getragen. Die Teilhabe ersangen sich alle.


Es war ein Erlebnis. Danke!

 

Wolfgang Menz
Leiter Philippus Leipzig

 

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